Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

Mai-Nächte sollte man nicht unterschätzen

Seien Sie froh, dass das hier keine Hörkolumne ist. Oder, noch schlimmer, ein Videoblog. Dann nämlich würde Ihnen der Autor jetzt ganz schön etwas vorkrächzen und seine geröteten Augen samt Schnupfennase in die Kamera halten. So aber sehen Sie unten wie stets die besonders vorteilhafte Zeichnung und denken sich vielleicht, der sieht doch eh ganz munter aus. Ja. Aber er ist es nicht. Er ist krank, weil er beim Karlsplatz-Popfest unbedingt sein Urban-Festival-Outfit tragen musste. Das entsprach zwar dem Anlass, war aber definitiv zu luftig für Mainächte. Er ist krank, weil er beim social kissing schon wieder nicht aufgepasst hat. Weil er, statt in die Luft zu küssen (wie Szenemenschen das so machen) dicke Schmatzer verteilt und dabei offenbar die eine oder andere Virenschleuder erwischt hat. Gut ist: Mit Halsweh und Rotznase (Tagesverbrauch an Taschentüchern: eine Box) ist man derzeit nicht allein – die Stadt steht im Zeichen der Frühlingsverkühlung. Aber keine Sorge, diese Kolumne ist nicht ansteckend. Ach, Sie hat es auch erwischt? In diesem Fall: gute Besserung.


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