Wende auf Steirisch

Steiermark | aus FALTER 19/10 vom 12.05.2010

2005 eroberte die steirische SPÖ das Land und versprach Erneuerung. Was ist nun neu?

Spurensuche: Herwig G. Höller, Donja Noormofidi

Für Johannes Schwarz und Udo Hebesberger war es ein überwältigendes Gefühl. „Ein einmaliges Erlebnis, das man nie vergessen wird“, schwärmt Schwarz, heute SPÖ-Landtagsabgeordneter, wenn er sich an den 2. Oktober 2005 erinnert. An diesem Tag übernahmen die Sozialdemokraten nach sechzig Jahren ÖVP-Herrschaft den Landeshauptmannthron, Schwarz war damals Vorsitzender der Jungen Generation. In vorsichtigem Optimismus hatte die Sozialistische Jugend unter Landesgeschäftsführer Hebesberger vorab dreißig rote T-Shirts mit der Aufschrift „Wir sind Landeshauptmann“ und Voves’ Konterfei bedruckt. Das Ergebnis war historisch: Die ÖVP sackte auf 38,7 Prozent ab, die SPÖ landete bei 41,7 Prozent.

Im Siegestaumel zogen rote Jungfunktionäre in einem Fackelzug vom Gasthaus Gösser Bräu, wo Franz Voves derweil auf der Gitarre „Imagine“ zum Besten


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