Kritiken

Reich und schön im Kabelwerk

Lexikon | Bettina Hagen | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Im glatt betonierten Palais Kabelwerk haben Familie Brix und Freunde, genannt [sic!], einen Ort für ihr zeitgeistiges Kabarett-Musical-Theater zum Thema „reich, schön, shopping- und sexsüchtig“ gefunden. In „Zur Genüge bösartig“ mimt Werner Brix den Lebemann und Clubbesitzer von der Videowall herunter und ist wirklich ein bisschen böse, wenn er die Puppen für sich tanzen lässt. Die „Computermusik“ dazu ist etwas lahm, dafür weisen die Texte – ein Gemeinschaftswerk von Brix, seiner Frau und Uli Braun – die eine oder andere, auch mal derbe Blüte auf. Aber viel mehr können gackernde Zicken, eine graue Maus, ein Ex-Pornostar und ein rachsüchtiger Clown ihrem „Herrscher“ und dem Beton nicht entgegensetzen.

Palais Kabelwerk, Fr, Sa 20.00


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