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Techno, Dubstep und Martyns Zwischenwelt

Lexikon | Florian Obkircher | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Für den niederländischen Produzenten Martijn Deykers alias Martyn sind Dubstep, Techno oder Garage bloß Schlagwörter. Schubladen, denen er sich entzieht, indem er sich all diese Genres zu eigen macht. Sein Debütalbum „Great Lengths“ (2009) zeugt davon: Düstere Soundschwaden ziehen über gebrochene Beatstrukturen, der Bass wummert, im Hintergrund liegen sanfte Melodien. Epische Musik für den Dancefloor, reduziert, dennoch komplex und hypnotisch. Ein Ansatz, der an Basic Channel erinnert, die Berliner Meister des stoischen Techno. Oder an die Londoner Dubstep-Speerspitzen Kode9 und Burial. Martyn nimmt zwischen diesen beiden Welten Platz, gilt dabei aber nicht als Außenseiter, sondern als großer Soundfuturist unserer Zeit.

Fluc Wanne, Fr 22.00


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