Ausstellung Vernissagen

Die Männer mit der Kamera an der Donau

Lexikon | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Paris und New York sind in der Filmgeschichte omnipräsent – aber Wien? Die Ausstellung „Wien im Film. Stadtbilder aus 100 Jahren“ führt nun die Rollen vor, die die Donaustadt jenseits des „Dritten Mann“ auf Zelluloid gespielt hat. Die Auswahl umfasst Sequenzen aus rund 80 heimischen und internationalen Spielfilmen, die von der walzerseligen Kaiserstadt über das für den Film Noir fruchtbare Trümmerfeld der Nachkriegszeit bis zu jüngeren Produktionen wie „Before Sunrise“ oder „Nordrand“ führen. In den 60er- und 70erJahren wird Wien zum Schauplatz für Agententhriller, die von dunklen Machenschaften zwischen Ost und West handeln. Später verlagert sich der Spielort in die Vorstädte, wo gesellschaftliches Unglück schon vom Baustil angezeigt scheint. Auch Avantgardefilme wie „Stadtbahn“ von Antonis Lepeniotis räumen mit Klischees auf. ns

Wien Museum, Mi 18.30; bis 19.9.


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