Neu im Kino

Heimkehr in den Himalaya:„Dolpo Tulku“

Lexikon | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Mit zehn Jahren wurde Sherap Sangpo Rinpoche auserwählt, als Reinkarnation des Dolpo Tulku erkannt, und zur Ausbildung in ein Kloster nach Indien geschickt. Jahre später bricht der Mönch in Begleitung von 30 seiner Glaubensbrüder auf, um sein Amt als religiöses Oberhaupt im Dolpo anzutreten, einer von der modernen Zivilisation noch weitgehend unberührten Region im nordwestlichen Nepal. „Dolpo Tulku“, eine Zwei-Stunden-Doku von Martin Hoffmann, erzählt diese „Heimkehr in den Himalaya“ in eindrucksvollen Bildern nach.

Noch beeindruckender allerdings ist, mit welcher Demut der junge Geistliche über seine Aufgabe spricht, und mit welcher Offenheit auch über seine Selbstzweifel: „Manchmal weiß ich nicht, ob ich dem gewachsen bin. Aber den Tulku-Titel wegzuwerfen, ihn mit Wasser und Seife abzuwaschen, das ist nicht möglich.“ Einer der interessanteren Einträge ins kaum noch überschaubare Genre des sogenannten Tibetfilms. MO

Ab Fr im Schikaneder (OmU)


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