Seinesgleichen geschieht

Eurokrise: Warum definieren wir nicht den europäischen Wohlfahrtsstaat?

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Krisenzeiten sind lustig. Sofern man einen gemütlichen Platz an der Outlinie eingenommen hat und sich nicht von all dem Wahnsinn betroffen fühlt, der einem aus allen Kanälen entgegenschwappt wie das Wasser nach Starkregen aus den Gullys der Lerchenfelder Straße. Auch das Wetter ist in der Krise; was sagen erst die Einwohner von New Orleans und Umgebung dazu, die das Beste aus beiden Welten der Risiko-Krisengesellschaft bekommen, der menschlichen Hybris in Form von unkontrollierbarem, überschwappendem Erdöl und des Wetters in Gestalt diverser Wirbelstürme und katastrophaler Sturmfluten?

Krisenzeiten sind also für manche gar nicht lustig. Andere zählen das verdiente Geld. Was die jetzige Krise wieder ein wenig lustiger machen könnte, ist der Vergleich mit anderen Krisen. Faschismus droht uns keiner (nur die Ungarn und die Italiener haben ihn). Man kann sich dennoch mehr entspannen, die großen Ideologien oder Erzählungen haben ihre Kraft und ihre Faszination verloren, nicht einmal


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