Wir alle sitzen in der Facebook-Falle

Falter & Meinung | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Facebook hat das Vertrauen seiner Kunden missbraucht, der Staat darf dem Monopolisten nicht weiter zusehen

Kommentar: Ingrid Brodnig

Facebook und die Privatsphäre: ein Krampf. Nein, diese Fotos sind nicht für alle bestimmt. Nein, der eigene Name darf nicht für Werbezwecke benutzt werden. Nein, die Hobbys gehen die Menschen da draußen genauso wenig an.

Viele User sind wütend. Ständig ändert das Webportal seine Privatsphäre-Bestimmungen, dauernd will es Information an einem vorbeischummeln und für alle sichtbar veröffentlichen. Um das zu verhindern, müssen die Benutzer einen Dschungel an Menüs und Untermenüs durchforsten, Dutzende Kästchen an- oder ausklicken. Trotzdem fehlt ihnen der Überblick, welche Daten Facebook weitergibt. Der Onlinedienst fordert die totale Transparenz, selbst lebt er aber pure Intransparenz.

Die Wut ist berechtigt. Diesmal schreien nicht die üblichen Verdächtigen, Datenschützer und Webskeptiker, die es eh schon immer besser wussten. Diesmal melden sich


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