Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

„Uns gehört die Stadt“, aber die Wiesen wollen sie nicht pflegen

Martin Gantner

Sorge bereitet Burghauptmann Wolfgang Beer, dass der Wiener Burggarten irgendwann so aussehen könnte wie der englische Garten in München. Dort wurden schließlich schon Nudisten gesichtet. „Nackerte sollen auf die Donauinsel“, stellt der Chef der Bundesgärten deshalb klar. „Die Sonne ist ja überall dieselbe.“

Dabei geht es bei dem Streit zwischen 9370 Facebook-Usern und der Burghauptmannschaft gar nicht um FKK-Lizenzen für die Bundesgärten. Kern des Disputs: Die Facebook-Gruppe „Freiheit für die Wiener Wiesen!“ fordert Grünflächen nach dem Motto „Die Stadt gehört uns“ zurück. Zurzeit sind nur kleine Flächen im Burggarten und auf dem Heldenplatz als Liegewiese vorgesehen. Benutzt werden freilich die gesamten Parkanlagen. Ein privater Sicherheitsdienst versucht seit längerem, die Leute auf die kleinen Flächen zu verdrängen. Und dabei, so lautet der Vorwurf der Facebook-User, werde

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