Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Vaio P: Nicht nur ein scharfes Lifestyle-Teil

Prüfbericht: Thomas Vašek

Manche mögen Einstecktücher, andere tragen Schmuck, Hüte oder Schals. Und es soll Frauen geben, die auf Handtaschen stehen. Accessoires sind bekanntlich Dinge, die eigentlich niemand braucht, die aber einen gewissen modischen Akzent setzen – dekoratives Beiwerk eben. In diese Kategorie gehört auch der neue Vaio P von Sony. Ich könnte Ihnen jetzt erklären, dass es sich dabei um ein Subnotebook mit einem Atom-Z540-Prozessor mit 1,86 Gigahertz und dem Chipsatz US15W handelt. Das wäre zwar korrekt, aber ungefähr so relevant wie die Frage, welche chemische Zusammensetzung die Farbe einer Marc-Jacobs-Tasche besitzt. Stattdessen darf ich Ihnen mitteilen: Der Vaio P sieht verdammt schick aus, es gibt ihn in Orange, Grün, Schwarz und Weiß – und er passt garantiert in jede Handtasche. Dabei wiegt dieses scharfe Teil mit 8-Zoll-Bildschirm nur 630 Gramm. Das Beste am Vaio P ist: Man kann damit nicht nur Lifestyle demonstrieren, sondern das Gerät im Notfall auch als Computer nutzen. Der Vaio P bietet immerhin WLAN, UMTS und GPS, er hat einen Touchpad und Bildschirmrotation. Und auch an die Spieler hat man bei Sony gedacht. Mit der „Remote Play“-Funktion kann man die Oberfläche der Playstation 3 simulieren und einige PS3-Games spielen. Wer eine Playstation hat, kann sie über „Remote Keyboard“ mit dem Vaio P verbinden. Rund 900 Euro wird man dafür hinlegen müssen, wenn das Teil im Juni auf den Markt kommt. Ganz ehrlich, für das Geld würde ich mir lieber Dinge kaufen, die man unbedingt braucht. Zum Beispiel eine Marc-Jacobs-Tasche. Den Vaio P kann man sich ja schenken lassen.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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