Da schreit sogar die Performancekünstlerin

Feuilleton | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Die Performancekünstlerin Miki Malör hört auf. Aber vorher lässt sie sich noch Mehlkäferlarven über den Kopf schütten

Reportage: Wolfgang Kralicek

Miki Malör hat in ihrem Bühnenleben schon einiges über sich ergehen lassen. Die Wiener Performerin wurde mit Honig übergossen („Honig“), sie hat Geld gefressen („Economy“) und sich zwischen die Beine schauen lassen („Titi Ikoli“). Aber das war alles nichts gegen das Gefühl von tausenden Maden, die ihr über den Kopf krabbeln. „Das sind Momente, da könntest du schreien.“

Rund 60.000 der kleinen Viecher (genau genommen handelt es sich um Mehlkäferlarven) spielen die Hauptrollen in Malörs szenischer Installation „Die Liebe der Maden“, die sie diese Woche drei Tage lang im Museumsquartier zeigt.

Weil sie keines der Tierchen zerquetschen will und weil die Larven von dunklen Körperöffnungen magisch angezogen werden, wird Malör diesmal ungewohnt zugeknöpft agieren. „Ursprünglich wollte ich nackt spielen, aber das


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