Gute Lieder sind wie Pistolen: 18 ausgewählte Kracher aus den frühen Jahren der Marianne Mendt

Feuilleton | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Die Debütsingle „Wie a Glock’n …“ ist bis heute Marianne Mendts bekanntestes Lied. Im Mai 1970 als Titelmelodie für eine TV-Show des Kabarettisten Gerhard Bronner aufgenommen, geriet dieses mit einem überschwänglichen Soulbeat versehene Dokument der Lebensfreude eines verliebten jungen Mädels zum Überraschungshit und zur Initialzündung für die Dialektwelle der 70er-Jahre: „Wann i sei’ Hand in der meinen g’spür, dann kumm i ma vur als wia a Glock’n, die 24 Stunden läut’.“

One-Hit-Wonder war Marianne Mendt freilich keines. Auf ihrer ersten LP „Wie a Glock’n …“ stellte sich die Wienerin Ende 1970 mit Titeln wie „Der Meinige“ auch als Balladensängerin vor, aufregender sind aber jene beatlastigen Feger, die im Sound unmittelbar an die „Glock’n“ anknüpfen. „Jeder hat an andern Schmäh“, der extraleiwande Einstieg in die Platte etwa, und die drei eingewienerten Coverversionen „I kann net lang mit dir bös’ sein“ (im Original von Joe Zawinul),


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