Maschinenmensch statt Menschmaschine

Feuilleton | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Neues aus Margareten: Elektro Guzzi machen Techno von Hand, und Patrick Pulsinger kehrt zurück

Feature: Florian Obkircher

Juni 2009. Das Kunstmagazin Spike lädt zur Party ins Gartenbau-Kino, neben DJ-Namen steht auf dem Flyer „Live: Elektro Guzzi (Techno-Tanzband)“. Wenig ist über das Trio bekannt, eine Platte gibt’s noch nicht, die meisten Besucher sind ohnehin zum Plaudern und der Magazinspräsentation wegen gekommen.

Bis Elektro Guzzi die Bühne betreten. Drei unauffällige Typen, Anfang 30, Blick nach unten gerichtet. Die Besetzung – Gitarre, Bass, Schlagzeug – lässt auf eine Rockband schließen. Ein Irrtum. Bernhard Hammer hat Metallklammern auf seine Gitarrensaiten gezwickt, an Jakob Schneidewinds Bass klebt ein langhalsiges Mikrofon, vor den beiden ein Minenfeld aus Effektpedalen.

Bernhard Breuer an den Drums legt los. Perkussiv, reduziert, dubbig. Kein Ton zu viel. Es groovt und scheppert, pocht und hallt. Lupenreiner Techno dringt aus den Boxen. Drum-Computer oder Synthesizer


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