Kraliceks Festwochentagebuch

Freunde der Blasmusik: Alvis Hermanis inszeniert ein Friedhofsfest

Notizen eines Festwochenbesuchers (1)

Feuilleton | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Wolfgang Kralicek besucht fast jede Vorstellung der Wiener Festwochen

Sonntag, 16. Mai: Liebes Tagebuch! Meine erste Festwochenaufführung in diesem Jahr hat mich an die letzte Falter-Weihnachtsfeier erinnert, als die Kollegen Corn, Rubinowitz und Wurmdobler eine unvergessliche Blasmusikeinlage lieferten. Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Jaunais Rigas Teatris mussten für die neue Inszenierung des lettischen Meisterregisseurs Alvis Hermanis ein Blasinstrument lernen; angeblich in nur fünf Wochen. Einige hatten sicher schon Vorkenntnisse, aber insgesamt war doch deutlich zu hören, dass hier Amateure am Werk sind; und irgendwie hat unperfektes Spiel gerade bei Blasmusik etwas Rührendes.

Thema von „Kapusvetki“ („Friedhofsfest“) sind jene in Lettland populären Feiern, bei denen sich ganze Dörfer auf dem Friedhof einfinden, um die Gräber zu pflegen, aber auch zu essen und zu trinken – Allerheiligen als Volksfest, sozusagen. Früher gehörte auch Blasmusik dazu;


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