Nüchtern betrachtet

Eigentlich hätte ich mir lieber Dubonnet gekauft

Feuilleton | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Der Literaturkritiker und Schriftsteller Charles Simmons, dem wir auch die wunderbare Turgenjew-Paraphrase „Salzwasser“ verdanken, hat mit 54 Jahren den schönen und schön schlanken Roman „Lebensfalten“ veröffentlicht, in dem er entlang bestimmter biografisch relevanter Themen diachrone Schnitte durch sein Leben gelegt und darüber nachgedacht hat, was da war, ist und noch kommen mag. Im Kapitel über den Alkohol heißt es zum Beispiel: „Seinen ersten Roman schrieb er mit Hilfe von Bier. Er trank eine Dose nach der anderen, bis er wirres Zeug schrieb, was in der Regel auf der dritten Seite, zwischen der vierten und fünften Dose, der Fall war.“

Die „Lebensfalten“ sind mir eingefallen, als ich unlängst in einem anderen, mäßig aufregenden Roman („Und die Nilpferde kochten in ihren Becken“ von William Burroughs und Jack Kerouac) auf ein paar interessante Details stieß: Zum


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