Was fährt denn da?

Die Idee ist gut, aber ist die Mahü bereit?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Gespräch: Joseph Gepp

Kritik und gar Häme rief vergangene Woche ein Vorschlag von Neubaus grünem Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger hervor, wonach die stark frequentierte Mariahilfer Straße zwischen Neubaugasse und Zieglergasse ein „Shared Space“ werden soll.

Shared Space bedeutet, dass alle Verkehrsteilnehmer – Öffis, Fußgänger, Auto- und Radfahrer – regellos und gleichberechtigt nebeneinander existieren. Dafür werden sämtliche Verkehrsschilder und Straßenniveauunterschiede entfernt. Das aus den Niederlanden stammende Konzept klingt zwar etwas absurd, basiert aber auf einem klugen Gedanken: Menschen kommunizieren desto mehr miteinander, je weniger ihnen ein Regelkorsett das Denken erspart. Auf einem Eislaufplatz etwa fahren Läufer kreuz und quer durcheinander, achten aber gleichzeitig genau aufeinander – sodass wenig Unfälle passieren. Im echten Verkehrsgeschehen zeigen englische und niederländische Städte, dass Shared Space durchaus ein Zukunftsmodell für den europäischen

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