Hells Bells in Hamburg

Stadtleben | aus FALTER 20/10 vom 19.05.2010

Der FC St. Pauli und sein Freundschaftsverein Rapid – was unterscheidet sie?

Reportage: Gerd Millmann

Woher kommste denn? Ah Rapid Wien, warum sagste das nicht gleich. Hoch lebe Rapid Wien.“ Beide Personen heben ihren Becher mit Astra-Bier und prosten einander zu. Zeitpunkt: 9. Mai, eine Viertelstunde vor Anpfiff der Partie gegen den SC Paderborn. Ort: Stadion am Millerntor, Stehplatzsektor. Handelnde Personen: ein pyknischer Wiener Rapidfan im grünen Kapuzenshirt und ein schlaksiger Anhänger des FC St. Pauli – gekleidet in Braun-Weiß, den Farben des „etwas anderen Vereins“ aus dem Hamburger Hafenviertel.

Nicht nur Gastfreundschaft steckt hinter dieser Verbrüderung. Erstens ist St. Pauli ein Freundschaftsverein des SC Rapid. Und zweitens haben die grün-weißen Kicker am 17. September die Mannschaft des HSV in der Europa League mit 3:0 aus dem Stadion geschossen. So etwas bleibt in Erinnerung. Schließlich ist der „Schnöselklub“ HSV der erklärte Lieblingsfeind der St. Paulianer

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