„Freundschaftlicher Rat“

Politik | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

Die Wirtschafts-universität sucht ein neues Quartier. Der Trauzeuge Karl-Heinz Grassers bekommt bei dem Deal 708.000 Euro Provision. Der WU-Rektor weiß nicht, wofür. Die Fahnder ermitteln wegen Untreue

Bericht: Stefan Apfl, Florian Klenk

Sag noch einer, die Justiz schone die Freunde von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Am 26. Jänner ordnete Ankläger Gerald Denk sogar die Einsetzung eines IMSI-Catchers an. Dieses polizeiliche Überwachungsgerät gibt vor, ein Handymast zu sein, und fängt alle Telefongespräche in seiner Umgebung ab.

Nicht nur vor dem Döblinger Anwesen von Grassers Trauzeugen Walter Meischberger stellte die Sondereinsatzgruppe Observation den Lauschmasten auf. Auch die Telefonate des Wiener Immobilienmaklers und einstigen FPÖ-Sponsors Ernst Karl Plech, heute Betreiber einer Immobilienfirma mit Grasser, wurden abgehört.

Der Verdacht: Makler Plech, von Grasser einst als Aufsichtsrat der staatlichen Immobiliengesellschaften Buwog und BIG eingesetzt, soll sein Insiderwissen


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