Der Wiener mit Migrationshintergrund Innviertel

Feuilleton | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

Wie sich der Schriftsteller und Architekturhistoriker Friedrich Achleitner mit Freunden für seinen 80. Geburtstag aufwärmte

Reportage: Matthias Dusini

Hauptsache, Achleitner, ‚Achi‘, steht im blauen Baumwollanzug in meiner kleinen weißen Tür, blond und rotgesichtig, leicht vibrierend wie ein angekickter Fußball, federnd wie ein Torhüter. Er lacht verschmitzt und verstreut Pointen“, schreibt die Schriftstellerin Dorothea Zeemann in ihrer Autobiografie „Einübung in Katastrophen“. Der Architekt, Architekturhistoriker und Schriftsteller Friedrich Achleitner wurde am Samstag 80 Jahre alt. Sein Archiv ist seit zehn Jahren im Architekturzentrum Wien (Az W) untergebracht.

Wenige Tage vor seinem Geburtstag ließ er im Az W mit Zeitgenossen jene Jahre Revue passieren, in denen in Wien die kulturellen Trümmer der Nazizeit weggeräumt wurden. „Wir waren wie trockene Schwämme, die sämtliche Informationen aufgesogen haben“, sagt Achleitner, der das Innviertel seinen „Migrationshintergrund“

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