Hoit de Pappn, jetzt räppn mia!

Feuilleton | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

Mit Mut zur Mundart erobert österreichischer Rap Deutschland und stürmt in die Charts

Bericht: Florian Obkircher

Kabinenparty. Getscho, gemma, vulgas!“ steht am Flyer. Unter der Titelzeile posen zwei Typen mit Vokuhila respektive Badehaube, am Rand ist ein Kübel Sangria zu sehen: „Bademeister-Happy-Hour“ für nur sechs Euro, lautet das Lockangebot zur Studentenparty im Museumsquartier. Die Message ist klar: billig saufen in Bademänteln.

So hatte sich Skero das sicher nicht vorgestellt, als er den Song „Kabinenparty“ geschrieben hat. Der war bis vor wenigen Monaten ein cooler Mundart-Partytrack, eine kleine Baile-Funk-Auflockerung zwischen den gewagteren, anspruchsvolleren Hip-Hop-Tracks auf dem Solo-Debüt („Memoiren eines Riesen“) des Linzers.

Dank eines Facebook-Hypes, den seine Fans eingefädelt haben, befindet sich das Mitglied der Hip-Hop-Veteranen Texta plötzlich in den Top Ten von Ö3 – die höchste Chartsplatzierung, die ein heimischer Rap-Track je erreicht hat.


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