Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

... dass die Zukunft mit einer Steckdose beginnt. SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima feierte die Einrichtung selbiger vergangene Woche am Donaukanal. Das 220-Volt-Wunderding dient zur Aufladung von Elektrofahrrädern, die inzwischen zum Trend geworden sind – und dient dem Rathaus damit als Bekenntnis zur E-Mobilität.

… dass die Alte Donau sauber ist. Über „Badeseequalität“ verfügt das Wasser laut Gemeinde. Die durchschnittliche Sichttiefe beträgt stolze 3,4 Meter. Gezielte Verbreitung bestimmter Algenarten, denaturierte Uferzonen und Säuberungsboote haben zu dieser erfreulichen Bilanz geführt. Jetzt müsste nur noch Badewetter herrschen.

… dass die Vergangenheit den Stephansplatz in Beschlag nimmt. Wer ihn vergangene Woche betrat, fühlte sich nicht nur wetterbedingt an den Advent erinnert: Hütten à la Christkindlmarkt verunzierten den Platz. Grund ist der erste Wiener Kirtag, der am Pfingstwochenende stattfand und von Dosenschießen bis Kirchbaum alles bot, um das urban-verhärmte Wesen mit etwas dörflicher Herzenswärme zu erfreuen. Aber Frau Bezirksvorsteherin Stenzl, wie war das mit der „Verhüttelung“ der Innenstadt? Pardon, Hütten sind wohl nicht das Problem, sie müssen nur spießig genug sein.

... dass vor einem Jahr, am 24. Mai 2009, der verhängnisvolle Anschlag in einem Sikh-Tempel im 15. Bezirk unweit des Westbahnhofs stattfand. Er galt zwei Gurus, die aus Indien angereist waren. Einer von ihnen starb. Nun wurde gegen sechs Inder Mordanklage erhoben. Fünf davon sind Asylwerber, der mutmaßliche Drahtzieher Zeitungskolporteur. Sie alle befinden sich in U-Haft. Nach dem Anschlag kam es auch im indischen Punjab zu Unruhen mit Toten.


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