Basics

Grundkurs Kochen (78)

Stadtleben | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

Kann man Erdbeerfans verwehren, ihr Beerenwissen stets zu mehren?

Kollege Wurmdobler hat hier viel, aber nicht alles über Saisonbeere Numero uno gesagt. Warum zum Beispiel ist Erdbeer-Zitrone im Eissalon so beliebt? Weil die Kombination Säure & Süße unschlagbar ist. Also: Erdbeeren waschen, trockentupfen, vierteln, mit Staubzucker bestäuben und mit Zitronensaft marinieren – unschlagbar. Wenig gezuckertes Schlagobers drüber oder eine Kugel Zitroneneis dazu – besser geht’s nicht.

Erdbeerzeit ist auch Pawlowazeit. Pawlowa heißt ein nach einer Ballerina benanntes Schaumgebäck. Beim Backen oder beim Zubereiten der zu Unrecht geschmähten Sauce Hollandaise bleibt oft Eiklar über. Für eine 4-Personen-Pawlowa nimmt man 5 Eiklar, 200 g Staubzucker, 1 Prise Salz, 1 EL Grand Marnier, 1 ELhellen Apfelessig, ¼ l Schlagobers, ca. 300 g frische Erdbeeren.

Und so geht’s: Backrohr auf 200° Celsius vorheizen. Eiklar mit Salz zu Schnee schlagen, weiterschlagen. Zucker einrieseln lassen, bis der Schnee glänzt, Grand Marnier und Apfelessig dazugeben, immer weiterschlagen, bis die Masse sehr steif ist. Dann in eine Tarteform füllen, Hitze auf 120° reduzieren, Torte auf die unterste Schiene geben. Nach 10 Minuten Hitze auf 100° reduzieren – die Torte soll eher trocknen als backen. Mindestens 1 Stunde backen (Finger-Druckprobe: Sie gibt noch etwas nach). Auskühlen lassen. Schlagobers schlagen, süßen, über die Torte geben, mit halbierten Erdbeeren dekorieren. Mit Löffel portionieren. Die Pawlowa ist außen trocken, innen etwas feucht. Wie die Augen ihrer Esser. at


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