Kein Anschluss unter Meinl

Stadtleben | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

Das Restaurant Meinl am Graben schloss und ist jetzt eine Champagnerbar

Lokalkritik: Florian Holzer

Wenn man anruft, braucht’s ein bisschen Glück. Es gibt nämlich keine Telefonistin mehr, eingespart, und nachdem beim Service jetzt auch nicht mehr von „Brigade“ gesprochen werden kann, ist halt eher ungewiss, ob grad wer Zeit zum Abheben hat.

Was in vergangener Zeit im Restaurant Meinl am Graben ablief, ist in seiner Gesamtheit nur schwer abzuschätzen. Die Version, dass die negative Berichterstattung der bösen österreichischen Medien über Julius Meinl V. und die unglückliche Performance einiger seiner Fonds zu dramatischem Geschäftsrückgang geführt hätte, ist jedenfalls pure Propaganda. Mit mangelnder Identifikation seitens des Betreibers und vielleicht auch eingeschränkter Sympathie seitens der Belegschaft könnte es durchaus ein bisschen zu tun gehabt haben.

Dennoch, das Restaurant war jeden Tag voll, machte tolle Umsätze und hatte bei heimischen Restaurantguides Top-Wertungen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige