Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 21/10 vom 26.05.2010

Frau Schneiderer ist im Öl und tritt aus

Frau Schneiderer von der BA-CA hat es sich reiflich überlegt, war vorher noch mit ihrem Lieblingsfinanzdienstleister auf ein Plauscherl beim Griechen und hat sich dann ihren Austritt überlegt. Weil sie Missbrauch natürlich überhaupt nicht gut findet. Interessanterweise hat aber auch sie, ebenso wie der letzte Grazer Intellektuelle (Treue zahlt sich aus, ein Pfarrer predigt auch nicht zweimal!), gerade eine Vertrauenskrise. Immerhin haben die Finanzdienstleister genauso wie die Griechen nicht gerade wahnsinnig an Vertrauenswürdigkeit dazugewonnen in den letzten Monaten. Trotzdem ist sie hingegangen und hätte das auch durchgezogen, wenn es nicht in der Kirchenbeitragsstelle der Grazer Diözese einen Sachbearbeiter geben würde, der Teufel heißt (stimmt echt!). Der Frau Schneiderer davon überzeugt, dass sie gar nicht austreten kann, weil sie dann mit einem Schlag ganz viel nachzahlen müsste. So hat Frau Schneiderer den Eindruck bekommen, dass sie von diesem Teufel echt noch was lernen kann, was Kundenbindung betrifft. Das alles war wohl der Grund dafür, dass sie sich wahnsinnig drüber aufgeregt hat, dass die Standeln am Hauptplatz alle gleich ausschauen. Warum erzählt mir Frau Schneiderer das, wenn es doch einfach nur um ein Sparbuch geht? Warum kann ich es nicht einfach auflösen? Es ist doch meins! Frau Schneiderer sagt zu mir: Herr Schrettle, machen Sie die Augen zu, dann sehen Sie, was Ihres ist.


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