Fotografie Vernissage

Albertina: Pionier der „Kunstfotografie“

Lexikon | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Er wollte mit der Kamera atmosphärische Stimmungen festhalten, die der Malerei in nichts nachstehen: Der deutsche Fotopionier Heinrich Kühn eiferte seinem Bildideal impressionistischer Unschärfe nach. Dafür experimentierte er mit der Technik des Gummidrucks, mit dem man von einem Negativ einen Abzug herstellen konnte, der durch die freie Wahl von Papier und Pigment eher einer Kohlezeichnung glich. Die Albertina hat jetzt die erste umfassende Werkschau des 1944 verstorbenen Fotografen erarbeitet. Kühns Werk erhielt posthum lange nicht die verdiente Würdigung, da sein piktoralistischer, d.h. der Malerei nacheifernder Stil als rückwärtsgewandt galt. Die aktuelle Schau möchte hingegen die Modernität von Kühns Bildkomposition verdeutlichen. ns

Albertina, Do 18.30; bis 12.9.


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