Das Beispiel Estland: So sündigt die EU

Falter & Meinung | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Die Angst vor der Hyperinflation des Euro ist übertrieben. Der Norden der Union zeigt, wo größere Gefahren liegen

Kommentar: Markus Marterbauer

Die Europäische Währungsunion steht vor einer ernsten Belastungsprobe. In der Bevölkerung grassieren irrationale Ängste vor dem Verlust der Ersparnisse, einer Hyperinflation und einer Währungsreform. Dabei müsste sich das Volk eher vor Massenarbeitslosigkeit und den Finanzierungsproblemen im Sozialstaat fürchten. Auch die Medien überbieten einander in Untergangsfantasien, derweil die Regierungen die Rettung des Euro beschwören. Festgemacht werden die Probleme am Wertverlust des Euro gegenüber dem Dollar.

Angesichts der nach wie vor bestehenden Überbewertung des Euro und der wirtschaftlich positiven Folgen seiner Abwertung ist die Hysterie kaum nachvollziehbar. Vielmehr droht ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, verbunden mit der Gefahr eines Zerfalls des politischen Projektes der Europäischen Union.

Paradox, dass zeitgleich mit


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