Und jetzt die slowenischen Bomben!

Politik | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Die Kärntner Freiheitlichen wenden einen neuen Trick an, um mehrsprachige Ortstafeln zu verhindern

Bericht: Herwig G. Höller

Erneut wird die Lösung der Ortstafelfrage hinausgeschoben. Diesmal berufen sich die Kärntner Landespolitiker auf eine Bombenanschlagsserie der 70er-Jahre. Ehe diese nicht aufgeklärt sei, werde es keine mehrsprachigen Ortstafeln geben, meinen die Freiheitlichen im Kärntner Landtag.

Zündstoff liefert ihnen ein 20-seitiges Dossier. Janez Janša, Sloweniens rechter Oppositionsführer, veröffentlichte es kürzlich im Internet. In dem Dokument wird von wildgewordenen Agenten mit teils klingenden slawischen Decknamen gesprochen, die beispielsweise Denkmäler sprengten. Vieles aus dem Dossier ist den österreichischen Gerichten bereits bekannt: 1979 hatten zwei Agenten aus Jugoslawien im Völkermarkter Heimatmuseum eine Bombe gezündet. Die Attentäter waren in Österreich dafür verurteilt worden, sie wurden 1981 von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger begnadigt.


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