Sei gut zu deiner Frau, deinem Haustier!

Politik | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Seyran Ates und Necla Kelek, „die Gute“ und „die Böse“ im deutschen Integrationsdiskurs, eint die Analyse der Grundprobleme des Islams

Rezension: Sibylle Hamann

Seyran Ates und Necla Kelek sind Deutsche mit türkischer Abstammung und muslimischem Religionsbekenntnis. Beide sind Kinder der ersten „Gastarbeiter“-Generation, die in den 60er-Jahren nach Deutschland zogen. Über Frauen mit türkischen Vornamen wird oft diskutiert dieser Tage, mit mitleidigem oder verächtlichem Unterton. Einmal prangert man ihre Sichtbarkeit an, das andere Mal ihre Unsichtbarkeit; einmal ihre Kleidung, das andere Mal ihre Unterdrückung. Sie sind zum Sinnbild für „das Fremde“ geworden und taugen als Illustration sämtlicher Versäumnisse in der Integrationspolitik.

Seyran Ates und Necla Kelek sind vor einigen Jahren angetreten, diese Lücke im Diskurs zu füllen – und selber zu formulieren, was sich in Deutschland ändern muss. Ates, eine engagierte Rechtsanwältin, die nach mehreren Morddrohungen


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