Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Wie ein Bursche aus Afghanistan die Welt der EDV kennenlernt

Sie kamen aus Afghanistan, Angola, dem Kosovo und Somalia. Allein, ohne Eltern, ohne Geschwister. Zum Beispiel der 19-jährige Afghane Samir. Er flüchtete vor drei Jahren über Pakistan nach Österreich, spricht mittlerweile fließend Deutsch und jobbte als Lkw-Fahrer. Die NGO lobby.16 wählte ihn für ein Pilotprojekt aus, das Samir und neun weiteren jungen unbegleiteten Flüchtlingen helfen soll, am Arbeitsmarkt unterzukommen. Sie sitzen im T-Center in St. Marx, erstellen Lebensläufe und Bewerbungen und lernen den Umgang mit EDV-Programmen. Die Kosten des dreimonatigen Kurses trägt die Firma T-Systems, die den Teilnehmern auch einen Laptop schenkt, damit sie zuhause üben können. Samir ist überzeugt, dass er mithilfe der Schulung bald eine reguläre Lehrstelle finden wird. Am besten direkt im Haus, sagt er, bei T-Systems oder der Schwesterfirma T-Mobile. Laut Projektleiterin Patrizia Tonin stehen die Chancen dafür gut.


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