Das Wissen Wiens ruht auf den Schultern der Provinz

Feuilleton | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Weil sie heuer „50 Jahre am Buch“ feiert, wurde Brigitte Salanda ein Fest in der Alten Schmiede ausgerichtet – ein rares Privileg

Reportage: Klaus Nüchtern

Eine Respektsperson nannte man seinerzeit jemanden, vor dem man Achtung, aber auch ein bisschen Angst hatte. Etwas vom Gehalt des zum Aussterben vedammten Wortes lebt in der Institution der Buchhändlerin weiter. Diesen Eindruck musste man jedenfalls gewinnen, als vergangenen Montag Brigitte Salanda vulgo Hermann, mit einem Fest in der Alten Schmiede geehrt wurde – etwas, was, wie Hausherr Kurt Neumann mit sanfter Bestimmtheit anmerkte, „eigentlich nie“ vorkomme – wodurch auch klar war, dass dies kein Präzedenzfall für zukünftigen hedonistischen Überschwang sein würde.

Bis man zum Büffet durfte, vergingen aber ohnedies zwei Stunden, während der 20 ausgewählte Stammkunden unter der Regie von Lucas Cejpek der nun in Wien 1., Fischerstiege 1-7, in legendenumrankten Zeiten in der Grünangergasse residierenden Salanda


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