Kraliceks Festwochentagebuch

Notizen eines Festwochenbesuchers auf der Suche nach dem Theaterglück (3)

Feuilleton | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Der Kongo rockt, Wien spielt sich selbst, New York hat den Bogen raus

Dienstag, 25. Mai: Liebes Tagebuch! Habe ich dir schon einmal gesagt, dass ich es meistens gut finde, wenn im Theater eine Rockband auf der Bühne ist? Die Performance „more more more … future“ vom kongolesischen Regisseur/Choreografen Faustin Linyekula besteht eigentlich hauptsächlich daraus, dass eine Band auf der Bühne ist. Die kritischen Texte, die im Sprechgesang vorgetragen werden, sind zwar ähnlich grell wie die Anzüge der Sänger und Tänzer, aber die Band um Flamme Kapaya, einen Gitarrengott aus dem Kongo, stellt sowieso alles andere in den Schatten. Das wiederum ist das Problem mit Bands auf Theaterbühnen.

Mittwoch, 26. Mai: Die Reihe forum festwochen widmet sich heuer Theaterkünstlern aus Ex-Jugoslawien. Eine davon ist die in Amsterdam lebende Serbin Sanja Mitrovic, die sich in der autobiografischen Doku-Performance „Will You Ever Be Happy Again?“ an ihre Kindheit erinnert – an die Tito-Kinderbücher


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