„Totenstille in Tokio“

Feuilleton | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Der Pianist Till Fellner über seine Erfahrungen mit dem Beethovenzyklus, den er dieser Tage abschließt

Interview: C. Fastner und A. Thurnher

London, Paris, Mailand, Tokio, New York, Wien – in den wichtigsten Musikzentren der Welt hat Till Fellner in den vergangenen zwei Jahren eines der anspruchsvollsten Projekte für Pianisten realisiert: die Gesamtaufführung der 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Im Wiener Konzerthaus steht nun der Abschluss des auf sieben Abende aufgeteilten Zyklus an, mit der berühmten Trias der letzten Sonaten opp. 109 bis 111.

Falter: Wie haben Sie sich auf ein so großes Projekt wie den Beethovenzyklus vorbereitet?

Till Fellner: Ich hatte natürlich schon früher viele der Sonaten gespielt. Als ich dann vor vier, fünf Jahren beschloss, diesen Zyklus zu machen, begann ich auch, die Stücke zu lernen, die mir noch fehlten – das waren nicht die großen und bekannten, aber doch neun oder zehn kleinere.

Wie studieren Sie neue Stücke ein?

Fellner: Ich beginne


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