Mit Deleuze in die Charts

Feuilleton | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Violetta Parisini hat sich von der singenden DJ-Stadtfigur zur Popchanteuse entwickelt

Feature: Sebastian Fasthuber

Ich habe keine Ahnung, wer bei den Konzerten dann vor mir stehen wird.“ Violetta Parisini veröffentlicht dieser Tage ihr Debütalbum „Giving You My Heart To Mend“. Das in dieser Situation an sich schon gegebene Kribbeln wird noch dadurch gesteigert, dass die Sängerin darüber rätselt, wie ihr Publikum wohl aussehen könnte.

Das ist in ihrem Fall weder ein Wunder noch bedeutet es Koketterie. Parisini hat in den letzten Jahren im Geheimen einen Riesenschritt vollzogen, ohne die Öffentlichkeit groß an den Zwischenschritten teilhaben zu lassen.

Im Nachtleben der Stadt ist sie als DJ-Ausnahmeerscheinung, die ihre Sets mit Gesang aufpeppt, bekannt wie ein bunter Hund. Dass die Musik, an der sie tagsüber mit ihrem musikalischen Partner Florian „Cojo“ Cojocaru bastelt, ganz anders klingt, blieb verborgen.

Umso größer die Überraschung, die sich beim Hören ihres exquisiten

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