Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

… dass im Fall Edip Sekowitsch die Schuld eines 27-jährigen Tschetschenen auch im Berufungsverfahren bestätigt wurde. Am 26. August 2008 war der „serbische Stier“ vor seinem Lokal am Gürtel mit einem Messer niedergestochen worden und verblutete. Der Mörder behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben; er fasst nun trotzdem 20 Jahre Haft aus. Sekowitsch hatte als Boxer in Österreich zahlreiche Erfolge gefeiert.

… dass bei den Unwettern in der vergangenen Woche auch ein Tornado über dem nördlichen Wiener Stadtrand wütete. Zuletzt war das im Jahr 2003 im Bereich von Alter Donau und Gänsehäufel passiert. Der schlimmste Tornado verwüstete 1916 in Wiener Neustadt einen ganzen Stadtteil; 32 Menschen starben.

… dass im Floridsdorfer Jedlesee neuerlich ein Streit um Moscheen ausgebrochen ist: Ein vor zwei Monaten eröffnetes islamisches Kulturzentrum in der Rappgasse soll vergrößert werden, wogegen die Anrainer Sturm laufen. Sie fühlen sich nicht eingebunden und fürchten die „Parallelgesellschaft“, obwohl das Gebäude von außen nicht als islamisch kenntlich ist. Den letzten großen Konflikt dieser Art hat es vor einem Jahr gegeben, als Anrainer gegen ein Glaubenszentrum in der Brigittenauer Dammgasse protestierten.

… dass in diesen Wochen die Open-Air-Kinos eröffnen – jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Glotzend unter freiem Himmel sitzen lässt sich im Schlosspark Neugebäude, am Rathausplatz, im (baustellenbedingt eingeschränkten) Augarten, am Karlsplatz und am Dach der Hauptbibliothek. Zwei Festivals ziehen zudem auf verschiedenen Wiener Plätzen umher (siehe auch Falter:Woche).


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