Meister Pelz und die Apokalypse

Stadtleben | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Thomas Kirchgrabner macht Mode aus Pelz. Und das lässt sich der Chefdesigner des Traditionshauses Liska nicht von Tierschützern schlechtmachen

Porträt: Florian Obkircher

Das Atelier ist bis auf den letzten Winkel angeräumt. Ordner stapeln sich in Regalen bis an die Decke, mit Kundendaten gefüllte Kisten türmen sich meterhoch, die Wände zieren Magazinausschnitte mit eleganten Kleidern. Modellpuppen verstellen den Weg, ein Flipchart mit filigranen Bleistiftsketches thront hinter zwei großzügigen Arbeitstischen. Darauf: Stifte, Lineale, halbtransparentes Papier, Fäden, Stofffetzen, Kaffeehäferln. In jeder kleinen Nische, in jedem Winkel dazwischen hängen Mäntel. Pelzmäntel, die Thomas Kirchgrabner hier entwirft.

Seit drei Jahren ist der 27-Jährige Chefdesigner des Wiener Traditionspelzhauses Liska. Das kleine Atelier ist der kreative Bauch der siebenstöckigen Firmenzentrale am innerstädtischen Hohen Markt. Und recht bescheiden eingerichtet, vergleicht man es mit dem prunkvollen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige