Fußball

Willkommen zuhause, Wacker Innsbruck!

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Bei allem Respekt vor Admira und der imposanten Siegesserie von Neotrainer Didi Kühbauer ist der Aufstieg von Wacker Innsbruck in die Bundesliga sehr zu begrüßen. Der Verein, der im Lauf seiner Geschichte mehrmals aufgelöst wurde und den Namen wechselte, verkörpert wie kein anderer die hellen und die dunklen Seiten des österreichischen Fußballs. Die Fangeneration 40 plus ist noch mit der glorreichen Mannschaft der 70er-Jahre (Koncilia! Starek!) groß geworden; die etwas Jüngeren haben den Glam der Happel- und Swarovski-Ära („FC Tirol“) noch mitbekommen. Unter finanziell dubiosen Umständen erlebte der Verein um die Jahrtausendwende unter Kurt Jara und Jogi Löw nochmals eine Blüte, die allerdings einen kapitalen Konkurs zur Folge hatte. Der 2002 neu gegründete Verein heißt wieder Wacker Innsbruck; „arm, aber ehrlich“ lautet im Schatten der Nordkette seither die Devise. Eine ähnlich wechselhafte Geschichte wie Wacker Innsbruck hat nur Absteiger Austria Kärnten aufzuweisen – der allerdings brauchte dafür nur knapp drei Jahre.


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