Wien, wo es isst

Kaisermühlen: Blues on the way to Gänsehäufel

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Kaisermühlen ist ein eigenartiger Fleck, durch Kaiserwasser, Alte und Neue Donau quasi von der Zivilisation abgeschnitten (dass Uno-City, Donaupark und Bruckhaufen dazugehören, vergessen wir jetzt mal). Der Goethehof, bei den Februarkämpfen 1934 durch Luftangriffe beschädigt, und das Gänsehäufel dienen neben der Funktion als Kulisse für den Kaisermühlen-Blues quasi als Existenzberechtigung dieses Grätzels.

Alte Wirte, neue Namen

Insgesamt eine isolierte, nicht ganz unreizvolle Stimmung, kulinarisch von einer deutlichen Melancholie geprägt, denn der kleinstrukturierte Einzelhandel wurde durch die Konkurrenz der Diskonter, die angestammte Gastronomie durch Copa Cagrana und Alte Donau zertrümmert.

Beim Eissalon Trento am Schüttauplatz herrscht trotzdem Leben. Andrea Bortolotti – nicht zu verwechseln mit dem Gelato-Multi Paolo von der Mariahilfer Straße – bietet 20 Sorten an, Vanille geht so, Pistazie ist sehr gut, Zitrone gut (aber nicht so gut


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