Ein irrlichternder Dichterheld

Steiermark | aus FALTER 22/10 vom 02.06.2010

Mit „Texas als Texttitel“ ist dem Autor und Künstler Max Höfler ein erstaunlich heiteres Stück experimenteller Literatur geglückt

Buchkritik: Teresa Falk

An einer Stelle seines Buchs „Texas als Texttitel“ gibt sich Max Höfler freimütig als Autor zu erkennen, der zugunsten dieses Romanvorhabens seine Dissertation zu einer Post-Wittgenstein’schen Ästhetik vernachlässigt. Im Spiel mit den Prämissen der Literatur hält er den entsprechenden Wissenschaften aber ohnehin einen Spiegel vor, der sie als Zerrbild sinnlich erfahrbarer Sprache wieder mit an Bord holt.

Das Personal seines vielfach zu lesenden Buches setzt sich also zusammen aus Autor, Ich, Du und – „zwar nicht müllers kuh, aber trotzdem einen sehr schlechten witz“ darstellend – „anna, dem weiblichen otto“ und „otto, dem normalen otto“. Das verliebte Paar scheint die Aufgabe des Niederschreibens der Geschehnisse übernommen zu haben. Penibel recherchiert und belegt wird die Geschichte des Revolutionärs


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