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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

Als nach einigen Minuten das Licht wieder anging und mich aus tiefer Finsternis entließ, stand plötzlich – mit aufgeschminkter Clownsfratze und aufgenähtem Penis – Wurmdobler circa 20 Zentimeter vor mir. Das sind Situationen, in denen sich die allerwenigsten mit ihren Arbeitskollegen finden wollen, und genau das war ja auch der Zweck des aus guten Gründen mit „H.O.R.R.O.R.“ (Zusatz: „Clownworkshop am FKK-Campingplatz“) betitelten Abends. Der redaktionsintern als freundlich, humorvoll und umgänglich bekannte Wurmdobler geht seinen finsteren Neigungen nämlich als Mitglied der Spaß- mit-Plüsch-Performancegruppe H.A.P.P.Y nach. Wurmdobler bläst darüber hinaus auch noch die Trompete, das heißt, er gibt sich, so wie auch Heribert Corn, Mühe, das Trompeteblasen zu erlernen. Tex Rubinowitz wiederum bläst die Posaune, ohne das vorher gelernt oder geübt zu haben (wie uns allen noch von der letzten Weihnachtsfeier schmerzhaft in Erinnerung ist).

Ich erwähne das auch, weil ich im Rahmen eines Gastspiels der SZ-Band Deadline (siehe Seite 21) gleich mehrfach aufgefordert wurde, mich für die Neuformierung der legendären Falter-Band stark zu machen. Als Teil der Originalbesetzung von 1990 hat mich Leadgitarrist Johann „Slowhand“ Skocek (siehe auch Seite 35) wissen lassen, dass er zur Verfügung stünde. Bloß, der Thurnher müsse halt auch wollen. Ich solle dem Thurnher das doch nahelegen. Ob wir den Thurnher von der Wiener Klassik noch mal zu Velvet Underground umpolen könnten, vermöge ich nicht zu sagen, sagte ich, aber versuchen wolle ich es gerne. Hiermit geschehen.


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