Der gute Mensch zwischen Anstand und Anmaßung

Politik | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

Geld für ein gutes Leben statt für die Armen auszugeben, ist moralisch falsch, sagt der Philosoph Peter Singer. Ein hochmütiger Ansatz

Rezension: Julia Ortner

Der Urlaub auf den Malediven, das Essen im Hauben-Restaurant, die teuren High Heels, all das ist im Prinzip moralisch verwerflich, sagt uns Peter Singer. Der australische Philosoph, der seit 1999 als Professor für Bioethik an der Princeton University lehrt, wird seinem Ruf als Provokateur unter den Moralphilosophen auch in seinem neuen Buch gerecht.

Singer, 63, gibt in „Leben retten. Wie sich die Armut abschaffen lässt – und warum wir es nicht tun“ wieder einmal den unbeugsamen Moralisten: „Haben Sie eine Flasche Mineralwasser auf dem Tisch stehen, während Sie dieses Buch lesen? Solange Sie dafür Geld ausgeben, obwohl sauberes Wasser aus Ihrem Wasserhahn fließt, haben Sie offensichtlich Geld für Dinge, die Sie nicht wirklich brauchen – während gleichzeitig auf diesem Planeten eine Milliarde Menschen einen ganzen Tag

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