Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

Explosionen verhindern: wie Wien Energie Bürger vor Gas beschützen will

Vom Dispatcher-Zentrum in Simmering aus versorgt Wien Energie die Herdfeuer der Stadt mit Gas. Wie in der Leitstelle eines Bahnhofs der Zugverkehr wird hier der Gasfluss überwacht. Mit Mausklicks regulieren Techniker die Leitungen und reagieren auf den Verbrauch der Wiener. Kommt es zu einem Druckabfall, klingelt und blinkt es. Ob sich damit Lecks und Gasexplosionen wie in St. Pölten (zuständig ist dort die EVN) verhindern lassen, will man in Erdberg nicht beantworten. „Kleinere Lecks können die Anlagen nicht feststellen“, erklärt Wien-Energie-Sprecher Christian Ammer. Dafür gebe es weitere Sicherheitsmaßnahmen wie das Odorieren (mit üblem Geruch Versetzen) des Gases, Kontrollen des 3500 Kilometer langen Leitungsnetzes und das regelmäßige Tauschen der Rohre. „Dass sich in dem Gebäude in St. Pölten so viel Gas angesammelt hat, ist jedem derzeit ein Rätsel“, sagt Ammer, „wir warten jetzt einmal auf die Ergebnisse der Untersuchung“.


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