Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

Eine Floridsdorfer Grätzelbewegung formiert sich gegen den Islam

Stefan Apfl

Das Muster ist stets dasselbe. Schritt eins: Ein islamischer Kulturverein plant einen Neu-, Zu- oder Umbau. Schritt zwei: Daraufhin bildet sich eine Anrainerinitiative, die vor Parkplatznot warnt, aber meist den Islam selbst meint. Schritt drei: Nur eine schenkt der Initiative die gewünschte Aufmerksamkeit, die FPÖ. Schritt vier: Die Grätzelbewegung kulminiert in einer medienwirksamen Demo, bei der Pappmoscheen zertrampelt und Kreuze hochgehalten werden.

Nach den Stationen Telfs, Bad Vöslau und Wien Brigittenau macht die erprobte Erregungskarawane nun in Floridsdorf Halt. Konkret sorgt ein Umbau des staatlichen türkischen Religionsvereins Atib in der Rappgasse für Unmut unter den Anrainern. Die Demo, zu der Heinz-Christian Strache bereits in Zeitungskommentaren aufruft, ist für Freitag, den 18. Juni angesetzt.

Für den Tag vor dem Aufmarsch plant der SP-Bezirksvorsteher zwar noch einen letzten Schlichtungsversuch.


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