Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

Asus G51J: Kommandozentrale für Power-Zocker

Prüfbericht: Thomas Vašek

Woran erkennt man einen „Gamer“ unterwegs? Ganz einfach: Er trägt eine futuristische Brille, seine Jean hat Brandlöcher an den Oberschenkeln, und der Laptop-Lüfter macht Krach wie ein Düsenjäger. Die Rede ist vom neuen Asus G51J, einer Art mobiler Kommandozentrale für Power-Zocker, denen zwei Spieldimensionen nicht mehr reichen: Der Asus G51J ist einer der ersten Spiele-Laptops mit 3-D-Monitor. Dabei werden zwei getrennte Bilder für jedes Auge erzeugt, die zusammen dann den Eindruck von Dreidimensionalität erzeugen. Die mitgelieferte Nvidia-Shutter-Brille bekommt per Infrarot ein Signal, für welches Auge das jeweilige Bild gedacht ist, und dunkelt entsprechend das andere ab. Möglich wird das alles durch einen leistungsfähigen Prozessor und einen High-End-Grafik-Chip. Auch bei den Anschlüssen, von USB bis Firewire, hat der Asus alles, was man so braucht. Dafür ist das Ding mit 3,5 Kilogramm ziemlich schwer und mit 1500 Euro ganz schön teuer – und der Akku macht verschiedenen Tests zufolge schon mal nach weniger als einer Stunde schlapp. Der leistungsbedingt beachtliche Lüfterlärm wird den Zocker wahrscheinlich genauso wenig stören wie die hohe Abwärme. Andere Nachteile sind gravierender.Viele Spiele sind noch nicht auf 3 D optimiert, obwohl die Nvidia-Technik auch normalen Games ein räumliches Feeling verleiht. In tageshellen Räumen funktioniert es zudem mit der 3-D-Wirkung noch nicht optimal. Doch anscheinend hat Asus sowieso mehr an die nachtaktiven Zocker gedacht: Für die gibt es immerhin eine beleuchtete Tastatur.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige