Im Wendekreis des Busses

Feuilleton | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

„Der Sturm“ weist Hans-Christian Schmid als einen der aufregendsten deutschen Filmer aus

Feature: Michael Omasta

Etwas latent Bedrohliches liegt in den Bildern dieses Films, der wie ein Urlaubsvideo beginnt. Sonne, Strand, Spanien, ein Mann, seine Frau, zwei Töchter. So ein schöner Tag! Am nächsten Morgen stürmt die Polizei den Bungalow. Abblende und Insert: drei Jahre später.

„Es gefällt uns eigentlich nicht“, sagt Hans-Christian Schmid, „dass man da zunächst mal eine Viertelstunde ziemlich trocken versuchen muss, Information zu vermitteln.“ Der deutsche Filmemacher, seit „crazy“ (2000) auch bei uns hochgeschätzt und in den Kinos zuletzt mit „Requiem“ erfolgreich, ist immer für eine Überraschung gut. Nicht nur als Geschichtenerzähler, auch im Gespräch. Sein jüngstes Meisterwerk „Sturm“, dessen Realisierung drei Jahre intensiver Vorbereitung mit Co-Autor Bernd Lange vorausgingen, lag zwischendurch sogar in der Schublade: „Da hatten wir einen Punkt erreicht,


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