Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

… dass in Rudolfsheim-Fünfhaus ein Mahnmal an den 1938 zerstörten Turnertempel erinnern soll. In der gleichnamigen Gasse gelegen, war er eine der großen Synagogen Wiens und fiel während der Reichspogromnacht einem Brandanschlag zum Opfer. Auf Betreiben der Initiative „Herklotzgasse 21“ (siehe Falter 17/10) werden nun bis 2011 stilisierte Dachbalken samt einem Mosaik errichtet.

… dass im Museumsquartier ein homosexuelles Männerpaar beschimpft und zusammengeschlagen wurde. Einer musste mit einer Gehirnerschütterung ins Spital. Die Täter waren vier Jugendliche, die die Flucht ergriffen, als Passanten eingriffen.

… dass in Favoriten der abstruse Streit um den „Roten Platz“ am Viktor-Adler-Markt weitergeht. Wie berichtet will die Bezirks-SPÖ den Platz rot einfärben – laut Opposition aus parteipolitischen Motiven. Nun wurden laut Heute 50 Quadratmeter probeweise gefärbt. Die ÖVP tobt; die SPÖ beteuert, dass es sich beim „Roten Plätzchen“ um eine von der Baufirma finanzierte Testfärbung handle.

… dass in der Innenstadt vergangenen Freitag Aktivisten für und gegen Israel demonstrierten. Anlass war der Angriff auf die „Friedensflotte“ vor Gaza. Die pro-palästinensischen Demonstranten zogen über die Ringstraße; deutlich weniger Befürworter sammelten sich am Stock-im-Eisen-Platz.

… dass in der Leopoldstadt das subjektive Sicherheitsgefühl am Praterstern gesteigert werden soll. Eine vergrößerter Polizeiposten stellt dafür mehr Beamtenstreifen für das Bahnhofsareal ab. Grund sind viele, oft alkoholisierte Obdachlose. Die gehen freilich überwiegend – wenn überhaupt – auf ihresgleichen los.


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