Fußball

Die Ersten werden die Verletzten sein

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 23/10 vom 09.06.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Es sieht so aus, als würde Südafrika 2010 die WM der großen Abwesenden. Deutschlands Teamchef Jogi Löw wirkt seit der Verletzung von Michael Ballack noch melancholischer also sonst. England beklagt den Ausfall von Abwehrchef Rio Ferdinand, Holland bangt um Bayern-Star Arjen Robben. Bei Nigeria muss John Obi Mikel passen, bei Ghana Michel Essien, und mit dem Ellbogen von Didier Drogba liegen nun auch die WM-Träume der Elfenbeinküste in Trümmern. Das muss aber alles nichts heißen. Angesagte WM-Superstars finden sowieso selten statt, weil die Topspieler am Ende einer langen Saison einfach schon zu viele Matches in den Beinen haben. Die Verletzungsserie öffnet Räume für Spieler, die bisher im Schatten der Stars standen. Der eine oder andere wird sie nützen. Und in vier Jahren dann mit einem Ermüdungsbruch zuhause bleiben.


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