Fummeln ohne Reue

Extra | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Sein Name ist Prince und er ist funky. Das vermittelt Mr. Rogers Nelson, wie er weiters heißt, diesen Sommer in Linz

Die 1980er waren seine große Zeit, die 90er ein Alptraum und zuletzt rappelte er sich wieder auf. Die Karriere von Prince Rogers Nelson vulgo Prince im Schnelldurchlauf. Der Mann aus Minneapolis zählt zweifellos zu den talentiertesten wie zu den exzentrischsten Musikern unter der Sonne. Nicht immer war beides gleich ausgeprägt. Unvergessen, wie er sich lächerlich machte, als er wegen Streitigkeiten mit seiner Plattenfirma Symbol oder The Artist Formerly Known As Prince genannt werden wollte.

Seit 2000 heißt er wieder Prince. Seitdem ging es mit seinem kontinuierlichen Schaffen (rund 30 Studioalben in etwas mehr als 30 Jahren!) auch qualitativ wieder bergauf. Auf jüngeren Alben wie „Musicology“ oder „3121“ finden sich zwar keine Superhits mehr, vielmehr Selbstzitate auf hohem Niveau. Aber bei einem solchen Könner ist das schon eine Menge. Live, wo er neueres Material mit vielen alten Stücken mischt, könnte das bei entsprechender Tagesverfassung für das Linzer Gugl Stadion Großes bedeuten. Ein bisschen abgeklärt mag Prince mit seinen 52 Jahren inzwischen sein. Bearbeitet er jedoch seine Gitarre, kommt der ewige Lüstling in ihm wieder raus.

Gugl Stadion, Linz, 13. Juli, www.oetickets.com


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