Festival Tipp

Austausch in der Wachau: Europäische Literaturtage

Extra | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Begonnen hat alles im Internet, wo die von Walter Grond und seinem Schweizer Kollegen Beat Mazenauer gegründete Plattform readme.cc als eine Art virtuelle Bibliothek und Online-Buchgemeinschaft mit Leseempfehlungen seit einigen Jahren eine schöne Alternative zur traditionellen Literaturkritik darstellt und nicht zuletzt auch zum Mitmachen anregt. „Es geht um einen Brückenschlag zwischen Expertise und Demokratie“, sagt Grond. Und zwar mit internationaler Beteiligung. Den Schritt in die reale Welt wagte readme.cc dann im Vorjahr mit der Premiere der Europäischen Literaturtage in der Wachau.

Kerngedanke auch der zweiten Ausgabe von 23. bis 26. September ist der Austausch. Statt auf Frontalkommunikation liegt der Fokus auf dem Dialog zwischen Autoren, Musikern, Wissenschaftlern, Journalisten und Kulturverantwortlichen. Den Impulsvortrag „Was bedeuten nationale Grenzen für das literarische Schreiben?“ bei der Eröffnung im Schloss Spitz hält der slowenische Autor und Übersetzer Aleš Šteger, in die Podiumsdiskussion steigen Robert Menasse, Zsuzsanna Gahse und der Nederlandist Herbert Van Uffelen ein.

Tags darauf widmen sich Fachkundige den Fragen „Wohin entwickelt sich der europäische Literaturbetrieb?“ und „Welche Form hat das Buch der Zukunft?“. Ferdinand Schmatz liest bei einer literarischen Soiree auf der Donau seine „Wachau Gedichte“. Weitere Austragungsorte sind Hadersdorf und das Literaturhaus Niederösterreich in Stein/Krems.

Schloss Spitz, Hadersdorf, Literaturhaus Niederösterreich Krems, 23. bis 26.9.


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