Festwochen Tipp

Die zweite Chance: Marthaler auf Japanisch

Lexikon | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Ob man das Gastspiel der japanischen Gruppe chelfitsch empfehlen soll? Schwer zu sagen. Denkt man an die erste bei den Festwochen gezeigte Arbeit („Free Time“, 2008), dann hält sich die Vorfreude in Grenzen. Nimmt man aber die eigenwillig verquere Liebesgeschichte „Fünf Tage im März“ (Salzburger Festspielen 2008) zum Maßstab, dann darf man sich auf „Hot Pepper, Air Conditioner, and the Farewell Speech“ freuen. Regisseur/Autor Toshiki Okada und sein Ensemble erzählen darin drei Szenen aus der prekäre Arbeitswelt. „Ein Mann und eine Frau in Businesskleidung reden über das Büroleben bei 23 Grad“, schrieb der Tagesspiegel über den Mittelteil des Abends. „Die Szene hat in ihrem komischen Krampf fast etwas Marthalerhaftes.“ Im Zweifelsfall also doch: eine Empfehlung. Wk

Museumsquartier, Halle G, Fr, Sa 20.30


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