Tipps Pop

Caribou: Psychedelikpop unter der Discokugel

Lexikon | aus FALTER 24/10 vom 16.06.2010

Sich zu wiederholen ist für Dan Snaith ein Albtraum. Der Kanadier hat als Caribou schon so ziemlich jedes Genre angeschnitten, das unter dem Schirm „Psychedelic Music“ Platz hat, von Folktronica über Shoegazer bis Krautrock. Stets vor Ideen überbordend, bunt und – wie von einem Doktor der Mathematik nicht anders zu erwarten – sehr clever. Auch auf Caribous aktuellem Album „Swim“ ist dieser differenzierte Zugang zum System Pop spürbar, selbst wenn er sich diesmal dem Dancefloor so weit nähert wie nie zuvor, sein Indie-Konsenshit „Odessa“ zeugt davon. Snaith entwickelt seine ganz eigene Version von Tanzmusik: verschleiert, verhalten, verspielt. Klingt so, als hätten Animal Collective mit Erlend Øye produziert. Klingt verdammt erfrischend nach 2010. FO

B72, Di 20.00


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